Inhaltsstoff Wissenswertes
Oxalsäure
Was ist Oxalsäure?

Oxalsäure ist eine gut wasserlösliche organische Säure. Größere Mengen von Oxalsäure wirken durch die Störung des Calziumstoffwechsels giftig.

 

Wo kommt Oxalsäure vor?

Oxalsäure gehört zu den verbreitesten Pflanzensäuren und findet sich vor allem im Sauerklee (Oxalis acetosella), im Sauerampfer, in vielen Wurzeln und Pflanzenrinden sowie in Rhabarber.

Sie kommt in kleinen Mengen auch im Harn von tierischen Organismen vor (Calziumoxalat). In pathologischen Fällen kann es zur Bildung von Blasen- und Nierensteinen kommen (Oxalatsteine).

 

Wie wirkt die Oxalsäure?

Oxalsäure wirkt durch eine Störung des Calziumstoffwechsels. Die lebensnotwendigen Ca-Ionen werden in Form von unlöslichem Calziumoxalat ausgefällt. Das Calzium kann seine Funktion im Körper nicht mehr erfüllen.

Als Gegenmittel wirken entsprechend calziumhaltige Flüssigkeiten: Kreide, Kalkmilch, Milch. Das ausgefällte Calziumoxalat ist ungiftig und wird durch viel Wasser ausgespült.

 

Solanin

Was ist Solanin?

Solanin ist ein schwerlösliches, toxisches Alkaloid einiger Nachtschattengewächse (Solanaceae) wie z. B von Kartoffeln und Tomaten. Es ist von besonderer Bedeutung bei grünen Stellen von Kartoffelknollen und Tomaten. Der Geschmack ist schwach bitter.

Wo kommt Solanin vor?

Im Lebensmittelbereich sind vor allem Kartoffeln und Tomaten betroffen.

 

Wie wirkt Solanin ?

Beim Hamster kann eine Überdosierung folgende Symptome hervorrufen:  Magenbeschwerden, Darmentzündungen,  Nierenreizungen, bzw. Entzündungen, Durchfall, und in schlimmen Fällen eine Auflösung der roten Blutkörperchen, Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervenssystems (Krämpfe, Lähmungen).

Nitrat

Naturbedingt haben Wintersalate einen höheren Nitratgehalt, als Sommersalate, da im Sommer, bei genügender Lichteinstrahlung die Photosynthese stattfindet und dadurch das Nitrat von der Pflanze sofort umgesetzt wird.

Im Winter sollte man auf Kopfsalat verzichten und auf Sorten wie Endivien oder Feldsalat umsteigen. Auch diese enthalten zwar noch erhöhte Mengen an Nitrat, doch die Belastung kann stark reduziert werden, indem man die Wurzeln, Blattrippen und Außenblätter  großzügig entfernt.

Nitrat an sich ist nicht giftig, aber im Körper wird das Nitrat von Mikroorganismen zu Nitrit reduziert. Nitrit ist giftig. Symptome einer Nitritvergiftung sind: Speicheln, Durchfall, Muskelzittern, Schwäche, Taumeln, Zyanose.

Blausäure (Cyanid)

Eine der gefährlichsten Vergiftungen ist die Cyanid- oder auch Blausäureintoxikation. Die Blausäure kommt in der Natur in zahlreichen Samen und reichlich vor allem in den Kernen von Aprikosen, Kirschen, Mandeln und vielen anderen vor.

Die häufigste Ursache für Cyanidvergiftungen bilden das Kaliumcyanid und andere Cyanide, die in Gegenwart von Säuren Cyan abspalten. Wenn genügend Säure vorhanden ist, so können rasch tödliche Mengen von Cyan frei werden.

 

Symptomatik

Reizerscheinungen der Augen, des Rachens und der oberen Luftwege, Atemnot. In leichteren Fällen können sich nach einigen Stunden alle diese Erscheinungen wieder zurückbilden. In schweren Fällen kommt es zur Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod!

Die Diagnose der Vergiftung ist leicht und stützt sich vor allem auf zwei charakteristische Merkmale, nämlich den Geruch nach bitteren Mandeln und die rosige, später aber grau werdende Hautfarbe des Vergifteten, die mit der gleichzeitigen Atemnot deutlich kontrastiert. Einerseits lässt der intensive Geruch eine CO-Vergiftung ausschließen, andererseits gestattet die rosige Hautfarbe eine Intoxikation mit Bittermandelöl (Nitrobenzol) auszuschließen, die einen ähnlichen Geruch aufweist. Dort kommt es infolge der ausgeprägten Methämoglobinbildung zu einer intensiv blau-schwärzlichen Cyanose der Haut.

 

zurück